TN: Edy, Isa, Edith, Esther, Paul, Peter, Roger, Rosa, Ruth, Susanne, Leitung: Felix
Nach gut 3 Stunden Zugfahrt durften wir bei schönstem Frühlingswetter und bester Fernsicht bis zum Mont-Blanc in Bassins den Themenweg unter die Füsse nehmen. Ausser ein paar Unterquerungen von Strassen und einem Schlussanstieg in Nyon ging der Weg für einmal nur leicht abwärts. Jede Stunde hatte Felix eine Pause an einem lauschigen Plätzchen eingeplant, damit auch alle die 18 km bis nach Nyon schafften. Die Kehren rund um den mondänen Golfplatz in Gland zogen sich aber lang dahin. Dass da einmal Napoleon gewohnt hatte, war uns nicht so wichtig, sondern waren alle froh, als wir endlich beim Genfersee anlangten. Zu meinem Leidwesen reichte die Zeit leider für ein Bad nicht. Der Schlussanstieg zum Schloss Prangins war schweisstreibend, aber der Anblick des Schlosses, ein Nationalmuseum, sehenswert. Beim Bahnhof Nyon war der Coop pronto-Shop die Rettung für unsere durstigen trockenen Kehlen.
Nun noch etwas zur Geschichte des Tobleroneweges: Vorneweg, es hat nichts mit Schoggi zu tun, jedoch mit der Form. Als die deutschen Truppen 1940 neutrale Staaten wie Norwegen und Belgien angriffen, war die Angst in der Schweiz gross. Entlang von Fluss- und Bachläufen entstand zwischen Jurafuss und Genfersee eine ca. 10 km lange Verteidigungslinie in Form von Panzersperren. Die dreieckige Form erinnert an Toblerone-Schoggi. Viele dieser Zacken wurden nicht entfernt, sondern restauriert, zumeist sind sie mit Efeu oder Moos überwachsen. Sie bilden eine Oase der Ruhe für viele Kleinlebewesen in der dicht bebauten und intensiv landwirtschaftlich genutzten Gegend. In Gland sind zwei besondere Villen zu bestaunen. Aber wenn man sie etwas näher betrachtet, sind die Fenster nur Fälschungen. Es sind gut getarnte ehemalige Bunker! Der Frühling ist meines Erachtens eine gute Jahreszeit, den militärhistorischen Lehrpfad zu begehen. Das hat natürlich auch Felix so entschieden. Danke für Idee und Umsetzung. Ihr habt die 18 km lange Strecke trotz fast sommerlichen Temperaturen souverän gemeistert.
Bericht: Isa

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