Bericht zur Tour
Autor
Urs Braunschweiger
Erstellt am
27.01.2026 11:08
Letzte Änderung
29.01.2026 17:34
Tourenbericht

Wie in jedem Jahr hat Adrian auch jetzt wieder einen Lawinenkurs für alle, die im Winter unterwegs sind, organisiert. Für die Leitenden gilt das als Fortbildung, was zum Erhalt der Leiter-Qualifikation auch regelmässig gefordert wird.
Unterstützung erhält Adrian dabei vom technischen Verantwortlichen und Bergführer Franz B. sowie Martin B. als zweitem Klassenleiter. Für das leibliche Wohl aller hat Dieter gesorgt und schon zuhause einiges vorbereitet. In diesem Jahr sind wir wieder einmal in der Rüebihütte auf der Engstligenalp einquartiert. Das hat den Vorteil, dass wir Material zur Hütte transportieren lassen können.
Der erste Tag beginnt mit einem Theorieblock. in diesem Jahr wurde auch aus aktuellem Anlass ein Schwerpunkt auf die Altschnee-Problematik gelegt. Danach wird aber das Programm etwas umgestellt; weil für den Sonntag schlechteres Wetter prognostiziert ist, machen wir bereits am Samstag die Anwendungstour. Mittags marschieren wir los und bewegen uns in 3 Gruppen zum Ammertenspitz hin. Die Gruppe der Leitenden macht dabei einen Zwischenstop und untersucht die Schneedecke an einem Nordhang unter dem Ammertengrat. So kommen diese auch zuletzt auf dem Gipfel an und kreuzen noch kurz die eine Gruppe, als diese sich zur Abfahrt bereit macht.
Nur kurz halten wir uns auf dem Gipfel auf, schliesslich ist die Tageszeit schon ziemlich vorangeschritten und wir fahren auch zurück zur Unterkunft.
Ein feines Nacht rundet diesen Tag ab. Am Sonntag ist der Himmel immer noch überwiegend blau. Doch wie angekündigt steht heute Ausbildung auf dem Programm. An drei Posten können wir über Lokalisierung von Verschütteten und systematischem Ausgraben der gefundenen, Bau von Rettungsschlitten und Transport von Verunfallten im Notfall oder auch über die Aufnahme von Schneeprofilen informiert und können auch praktisch üben. So kann jede Gruppe eine Person auf dem Schlitten transportieren und erleben, was das für ein Kraftaufwand bedeutet. Wir graben 2m tief in die Schneedecke um einen "Verschütteten" zu bergen und suchen ein Gerät. Die Mithilfe beim Erstellen des Schneeprofils hilft auch, dieses besser zu lesen und zu verstehen. Zum Schluss zeigt Franz auch, wie er einen Rutschblock beurteilt. Dieser Block zeigt allerdings erheblich mehr Standvermögen, als vermutet.
Bei jedem Posten ist eine Stunde eingerechnet. Danach geht es wieder über die Ebene zurück zur Hütte, wo wir alles zusammenpacken und uns auf den Rückweg machen. In der Zwischenzeit ist das Wetter etwas trüber geworden und jetzt wollen auch alle Skifahrer mit der Bahn hinunter fahren, so müssen wir uns etwas gedulden. Der Kurs wird im Restaurant Steinbock bei der Talstation in gemütlicher Runde abgeschlossen.
Besten Dank allen Beteiligten für diesen sehr informativen Kurs.